Bild als Frottage nach Max Ernst

Ausstellung „Junge Werke“

Kunst sehen, spüren und selbst gestalten: Bei der Ausstellung „Junge Werke“ zeigten Kinder der Johann-Hinrich-Fehrs-Schule, wie kreativ und ausdrucksstark ihre eigene Sicht auf die Welt ist.

Am 12.11.2025 wurde in der Galerie der Herbert Gerisch-Stiftung die Werkschau der Schulen „Junge Werke“ eröffnet. In den vergangenen zwei Jahren hatten Schülerinnen und Schüler verschiedener Schulen und Einrichtungen die Möglichkeit, gemeinsam mit der Stiftung künstlerische Projekte zu entwickeln. Ausgangspunkt waren aktuelle Ausstellungen, die in kreative Lernprozesse übersetzt wurden.

Auch die Johann-Hinrich-Fehrs-Schule war beteiligt. Unter der Leitung von Frau Wulf-Fechner ist es ein zentrales Anliegen unserer Schule, Kindern den Zugang zur Kunst in all ihren Formen zu ermöglichen. Die Ausstellung zu Max Ernst bot einen besonderen Anlass, sich mit grafischen Techniken wie der Frottage auseinanderzusetzen.

Die Kinder der Doretta-Klasse im Alter von sechs und sieben Jahren erkundeten neugierig den Park, entdeckten Strukturen, Oberflächen und Materialien – und setzten ihre Eindrücke eigenständig in Kunst um. Dabei entstand ein Lernprozess, der zeigt, wie wichtig es ist, Kindern Raum zu geben: zum Ausprobieren, Erzählen, Gestalten und zum Stolz auf das eigene Werk. Ihre Sichtweise steht im Mittelpunkt – nicht die der Erwachsenen.
Genau das ist unser Ziel: Kinder stärken, wo sie stehen.
Ihnen Raum geben, eigenständig zu handeln. Ihre Stärken sehen, nicht ihre Defizite.

Jedes Kind bringt seine eigenen Möglichkeiten mit – und Kunst hilft sie sichtbar zu machen.
Die Zusammenarbeit mit der Gerisch-Stiftung zeigte eindrucksvoll, wie Kunst Kinder stärkt, ihre Kreativität entfaltet und verborgene Potenziale zum Leuchten bringt.
Denn wie schon Maria Montessori sagt: „Die Aufgabe der Umgebung ist nicht, das Kind zu formen, sondern ihm zu erlauben, sich zu offenbaren!“

Kristin Walle
Klassenlehrerin