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Schulprogramm: Inhalt
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1.      Die Johann-Hinrich-Fehrs-Schule
1.1     Chronik
1.2     Das Gebäude
1.3     Das Kollegium 

2.       Unser Leitbild
2.1     Leitsätze

3.       Programmpunkte

3.1     Konzept der Offenen Ganztagsschule

3.2     Eingangsphase

3.2.1   Gestaltung der Eingangsphase

3.2.2   Doppelbesetzung

3.3     Förderung
3.3.1   Kinder nichtdeutscher Muttersprache
3.3.2   Integration
3.3.3   Lese-Rechschreibschwäche
3.3.4   Fachliche Förderung
3.3.5   Sprachförderung
.3.6   Sportunterricht durch Ehrenamtliche

3.4      Arbeitsgemeinschaften
3.4.1    Musik
3.4.2    Theater
3.4.3    Textiles Werken
3.4.4    Textverarbeitung am Computer
3.4.5    Taekwondo
3.4.6    Tanz
3.4.7    Kochen

3.5     ITG Unterricht

3.6     Pausenangebote

3.7     Gemeinschaftsleben
3.7.1   Feste feiern
3.7.2   Aktive Pause
3.7.3   Sportveranstaltungen
3.7.4   Besuch der Kindergärten
3.7.5   Pädagogischer Arbeitskreis

4.        Ausbildungskonzept der JHFS
4.1.     Allgemeines

4.2.     Rahmenbedingungen der Schule
4.3      Aufgaben der Schulleiterin im Hinblick auf die Ausbildung
4.4.     Aufgaben der Ausbildungskräfte
4.5      Kooperation mit benachbarter Hauptschule
4.6.     Unterrichtlicher Einsatz der LiA
4.7.     Aufgaben der LiA  

5.       Vertretungskonzept

6.       Elternschaft

7.       Öffentlichkeitsarbeit
7.1     Verein der Freunde der Johann-Hinrich-Fehrs-Schule e.V
7..2     Sponsoren

8.       HALLIG-Gruppe 

9.       Evaluation

10.       Anlagen

Anlage 1: pdf Klassenpläne/Klassenplan 1.-4. Klasse 82.18 Kb

Anlage 2: pdf Schul-Angebote Schuljahr 2006/2007  36.36 Kb

 


1.   Die Johann-Hinrich-Fehrs-Schule

1.1         Chronik

Die Johann-Hinrich-Fehrs-Schule wurde 1898 von der II. Knaben- und Mädchen-Bürgerschule abgetrennt und unter der Bezeichnung Kombinierte Knaben - und Mädchenschule gegründet. Ohne eigenes Schulgebäude wurden die Klassen zunächst in Nachbarschulen unterrichtet.

Drei Jahre später, im Jahre 1901, wurde das jetzige Gebäude in der Wilhelmstraße eingeweiht.

Es folgte eine sehr wechselvolle Geschichte: zwei Weltkriege, die das Schulgebäude ohne Schäden überstand, Umwidmungen zu Flüchtlingsunterkünften, Epidemien, Einquartierungen russischer und polnischer Arbeiter, "Wärmehalle für die Bevölkerung" und eine Schülerzahl von 1961 Kindern -eine Folge des Flüchtlingsstromes.

Während der Jubiläumsfeier am 13. März 1952 erhielt die Schule, die vielen älteren Neumünsteranern nur als Wilhelmschule bekannt ist, ihren Namen Johann-Hinrich-Fehrs-Schule. Sie wurde nach dem niederdeutschen Dichter Johann Hinrich Fehrs benannt, der von 1838 bis 1916 lebte.

Im Jahre 1958 wurde die Koedukation eingeführt, nachdem ein erster Versuch sechs Jahre zuvor aufgrund der Ablehnung durch die Elternschaft gescheitert war.

1968 erfolgte die Umwandlung in eine reine Grundschule, höhere Klassenstufen wurden an andere Schulen umgeschult.

 

1.2         Das Gebäude

Die Johann-Hinrich-Fehrs-Schule ist eine vierzügige Grundschule mit durchschnittlich 345 Schülerinnen und Schülern.

Das Gebäude wurde 1901 errichtet und war mit dem gleichzeitigen Bau einer Turnhalle sehr fortschrittlich.

Heute verfügt die Johann-Hinrich-Fehrs-Schule über insgesamt achtzehn Klassenräume einschließlich verschiedener Fachräume für Musik, Computer, Kunst, Technisches Werken und über fünf Gruppenräume für verschiedene Kleingruppen-Maßnahmen und eine Mensa.

Die Mensa  wurde 2004  auf dem Schulgelände als Neubau errichtet. In der gut ausgestatteten Küche werden täglich über 100 Kinder beköstigt.

Im Mensaneubau wurde auch ein neuer Toilettentrakt für die Kinder gebaut.  

 

Die Räume  wurden in den Sommern 2008 und 2009 grundrenoviert: Heizung,Elektrik, Internetanschluss in jedem Klassenraum, schalldämmende Decken, Neuanstrich der Klassenräume, Verbindungstüren zwischen 2 Räumen (jahrgangs- und klassenstufenübergreifender Unterricht)

 

Der Betreuung im Rahmen der Offenen Ganztagsschule stehen im Souterrain  drei große Räume und im Erdgeschoss 1 großer Raum zur Verfügung, die auch für Vertretungsunterricht mit zwei Klassen gleichzeitig, für die Schulbücherei, für Kurse mit Migrantenmüttern und für Lernhilfe genutzt werden. Ebenfalls im Souterrain befinden sich die 5 Räume für die Halliggruppe (ehemalige Hausmeisterwohnung).

 

Die Turnhalle ist zwar klein, jedoch gut renoviert und reicht für den Sportunterricht einer Grundschule aus. Der Sportplatz mit Tartanlaufbahn, Sprunganlage und Begrünung dagegen ermöglicht es der Schule seit seiner Umgestaltung, die Bundesjugendspiele auf eigenem Gelände durchzuführen.

Der Schulhof ist im Zuge der Umgestaltung der Schule zur Offenen Ganztagsschule mit Hilfe eines Architekten äußerst kindgerecht, ansprechend und mit vielen Spielgeräten ausgestattet, vorzüglich umgestaltet worden.

 

1.3      Das Kollegium

Die Lehrerschaft besteht aus 21 Lehrkräften (18 weiblich - 3 männlich) aus dem Grund- und Hauptschulbereich sowie 4 Lehrerinnen aus dem Sonderschulbereich.

Zur Zeit arbeiten 13 Lehrkräfte mit voller Stundenzahl und 8 Lehrerinnen mit reduzierter Stundenzahl.

Die Fachbereiche sind alle abgedeckt.

Die Lehrkräfte aus dem Sonderschulbereich decken mit einer Stundenzahl von 63 Wochenstunden die Bereiche Verhaltensstörungen, Wahrnehmungs- und Konzentrationsstörungen, Sprachheilunterricht, Integration und Leseförderung ab.

Das Kollegium der Johann-Hinrich-Fehrs-Schule zeichnet sich aus durch den außerordentlichen Wert, den es auf Kooperation legt. Damit gemeint ist die

1.    enge Zusammenarbeit der Kollegen innerhalb einer Jahrgangsstufe

2.    enge Zusammenarbeit der Grundschullehrer mit den Sonderschullehrern

3.    enge Zusammenarbeit mit dem Amt für Soziale Dienste

4.    enge Zusammenarbeit mit den Hallig-Mitarbeitern, den Sozialpädagogen

  und selbstverständlich und ausdrücklich die

5.    enge Zusammenarbeit mit den Eltern.

Wichtig ist dem Kollegium auch die Transparenz in seinem Tun, denn es ist der Meinung, dass nur dann erfolgreich gearbeitet werden kann, wenn jeder weiß, was er von dem Anderen zu erwarten hat.

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2. Unser Leitbild

ELF

 

2.1 Leitsätze

1.  Wir wollen unsere Schülerinnen und Schüler zu freundlichen, selbstbewussten, den Mitmenschen gegenüber offen und aufgeschlossen begegnenden Kindern erziehen.

2.  Wir wollen unsere Schülerinnen und Schüler unter Berücksichtigung ihrer individuellen intellektuellen Fähigkeiten lehren.

3.  Wir wollen unsere Schülerinnen und Schüler anleiten sich selbst zu fordern und die eigenen Möglichkeiten auszuschöpfen.

4.  Wir wollen jede Schülerin und jeden Schüler bestmöglich fördern.

5.  Wir wollen eine Gemeinschaft sein, in der gesellschaftliche Werte geachtet werden.

6.  Wir wollen eine Gemeinschaft sein, in der gemeinsam gelernt, gearbeitet und auch

gemeinsam gefeiert wird.

7.  Wir wollen eine Schule sein, in der Gemeinschaft ge- und erlebt wird.

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3. Programmpunkte

3.1 Konzept der Offenen Ganztagsschule

Die Schulkonferenz hat beschlossen, den Schülerinnen und Schülern der

Fehrs-Schule sowie deren Eltern ein umfangreiches Schulprogramm anzubieten.

Neben der Vermittlung von Lernzielen können unsere Kinder eine Vielzahl von

Arbeitsgemeinschaften, Projekten und auch Lernhilfen (begrenzte Plätze)

wahrnehmen sowie an der Ganztagsverpflegung teilnehmen.


Die Offene Ganztagsschule bringt längeres gemeinsames Lernen von schwachen

und starken Schülern mit sich und erfordert somit zwangsläufig, neue Unterrichtsformen zu entwickeln, so dass einzelne Schüler gezielt und individuell unterstützt bzw. gefordert werden können. Angesichts der z. T. existierenden Elternhausproblematiken und den daraus resultierenden erschwerten Arbeitsbedingungen kann die Schule alle Kinder dann erfolgreich zu einem guten Schulabschluss führen, wenn die Kollegen der Offenen Ganztagsschule im schul- und sozialpädagogischen Bereich an einem gemeinsamen Strang ziehen und sich als Team verstehen.

Durch Unterstützung der engagierten Mitarbeiter des erzieherischen Parts, z.B. bei der Hausaufgabenbetreuung, finden die Kinder eine Lernsituation, in  der ihnen Fragen beantwortet, zusätzliche Anregungen und Impulse gegeben und notwendige Hilfen gestellt werden.

- Konzept

Mit den zur Verfügung stehenden Mitteln (Lehrer-, Personal-, Sachkosten) soll eine neue Strukturierung zum Wohle der Schüler/innen erfolgen.

Die Schüler/innen können ab 07.00 Uhr in der Mensa frühstücken und erhalten Pausenbrote und Getränke. Im Vormittagsbereich (also während der verlässlichen Schulzeit) sind wöchentlich pro Klasse 1-2 sog. Betreuungsstunden, die durch Erzieher erteilt werden, in den Stundenplan eingebaut. Trotzdem erhalten die Schüler/innen die im Erlass geforderte Unterrichtszeit (s. Anlage 3a+b). Lehrerressourcen werden aber nicht nur in der mittäglichen Kernzeit (8.00 - 13.00 Uhr) eingesetzt. Der Unterricht erstreckt sich bis in den Nachmittagsbereich hinein und umfasst Angebote durch Lehrkräfte und Erzieher, wie ebenfalls  aufgeführt.
Außerdem werden mit Kindern eine Woche in den Osterferien, 2 Wochen in den Sommerferien und eine Woche in den Herbstferien ganztägig Ferienaktionen durchgeführt.

Aus diesem Grunde findet die Arbeitszeit der Lehrkräfte und Erzieher in einem verlängerten täglichen Zeitraum von 07.00 bis 14.30 Uhr für Erzieher und Lehrkräfte statt. Trotz der Mehrbelastung für Lehrkräfte hat sich das Kollegium der Fehrs-Schule für dieses Konzept ausgesprochen. 

Für berufsttätige Eltern wird eine Betreuung bis 16.30 Uhr angeboten.

Es wird nur ein Kostenanteil von  95,- € pro Monat erhoben für die Lernhilfeangebote und die Verpflegung, den die Erziehungsberechtigten zu leisten haben.

Die im Vormittagsbereich tätigen Erzieher sind verantwortlich für folgende Aufgaben:

Ø  Doppelbesetzung im Unterricht mit Lehrkräften abdecken

Ø  Unterrichtsgänge mit begleiten

Ø  auf Hygiene achten

Ø  auf Vollständigkeit der Arbeitsmaterialien achten

Ø  für passende, saubere, der Temperatur entsprechende Kleidung sorgen

Ø  soziales Miteinander lernen (Grenzen und Regeln einhalten)

Ø  Fähigkeiten des Spielens erwerben

Ø  Projekte gestalten

Diese Aufgabe, die sonst die Lehrkräfte mit erledigen mussten oder für die viel zu wenig Zeit war, entfallen für die Lehrerinnen und Lehrer. Sie können ihrer Hauptaufgabe gerecht werden, der Vermittlung von Lernstoff.

Dafür unterrichten die Lehrkräfte bis in den Nachmittag.

Sie erteilten:        -   Lernhilfe und Förderstunden 

-   Arbeitsgemeinschaften: Chor, Orff, Flöten, Trommeln, Theater,

Akrobatik, Taekwondo,  Sport und Spiel 

-   Förderung von besonderen Begabungen

Folgende Vorteile werden nachstehend ausgeführt:

  • deutlich weniger Schwierigkeiten mit fehlenden Hausaufgaben
  • entspannter Schulbesuch der Kinder, da sie gut gerüstet den Schulalltag

beginnen können

  • engerer Kontakt zwischen Schülern/innen, Lehrkräften und Erziehern:

Angstabbau, Vertrautheit

  • entspannter Kontakt zu den Erziehungsberechtigten
  • intensiverer Kontakt - und damit viel mehr Verständnis für die Arbeit des

Anderen - zwischen Lehrkräften, Erziehern und Sozialpädagogen

  • eine  gesicherte gesunde Ernährung
  • eine ausgesprochen ruhige Schulatmosphäre
  • viel weniger Gewaltpotenzial
  • kaum noch ein Wiederholen der Jahrgansstufe
  • eine sehr gute Kooperation zwischen Schule und dem Allgemeinen Sozialen

Dienst der Stadt Neumünster.

Sicher können in dieser Kurzfassung nicht alle auftretenden Fragen bedacht werden, die zur weiteren Klärung des Konzeptes notwendig wären. Ergänzend ist anzumerken, dass durch eine Neugestaltung der Offenen Ganztagsschule den Schülern/Schülerinnen deutlich bessere Möglichkeiten geboten werden, den Erfolg in der Schule zu haben, der ihren jeweiligen individuellen Begabungen entspricht.

3.2  Eingangsphase           

- Schulische Daten 2010/11

Im laufenden Schuljahr besuchen 164 Kinder die Eingangsphase.

Es wurden 4 erste un 3 zweite Klassen gebildet.

Der pädagogische Schwerpunkt liegt in der Fehrs-Schule in der Gestaltung

und Versorgung der Eingangsphase. Insgesamt erhalten die Schüler/innen

20 Wochenstunden á 50 Minuten pro Klasse. Hinzu kommen binnen- und außendifferenzierte Maßnahmen, die im Folgenden erläutert werden.

- Planung eines jeden Schuljahres 

a)        Besuch der Kindertagesstätten vor der Einschulung

Es hat sich bewährt, dass vor den Einschulungsgesprächen in der Schule die Kitas besucht werden, die Kinder in die Fehrs-Schule geben.

In ausführlichen Gesprächen zwischen Erziehern/innen und der Schulleiterin wird der Entwicklungsstand abgeklärt.

Von den Erziehungsberechtigten liegt eine schriftliche Einverständnisverklärung vor. Die Eltern arbeiten dabei fast ausnahmslos sehr vertrauensvoll mit den Kitas und der Schule zusammen. Die z. T. noch bestehende „Schwellenangst" konnte fast vollständig abgebaut werden. Diese persönlichen Gespräche zwischen Kita und Schule sollen aufrechterhalten werden. Ebenso besucht die Schulleiterin Elternversammlungen der Kitas und informiert allgemein.

b) Einschulungsverfahren

In diesem Schuljahr wurden 102 Kinder in der Fehrs-Schule angemeldet. Die Schulleiterin, die von einer Sonderschulkollegin unterstützt wird, führt mit jedem einzelnen Kind im Beisein der Eltern ein Gespräch, in dem der Entwicklungsstand des Kindes festgestellt wird und die Eltern aus ihrer Sicht notwendige Informationen geben. Sie werden anschließend von der Sonderschullehrerin und der Schulleiterin ausführlich beraten.

Zeitdauer: 20 - 30 Minuten.

Es gilt, die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen, die im Folgenden aufgelistet werden, zu erkennen, um den Erstklässlern einen unproblematischen Einstieg in die Schule zu ermöglichen.

Stellt sich heraus, dass bei einigen Kindern relativ große Entwicklungsverzögerungen zu vermuten sind, werden diese zu einem

weiteren Schultest (Göppinger Schulreifetest) in Gruppen von ca.

10 Kindern eingeladen.

Den Test führen dann eine Grundschul- und die Sonderschullehrerin ohne Beisein der Eltern durch.

Mit den Eltern wird - nach Auswertung des Tests - das Ergebnis ausführlich besprochen.

 

c)  Einteilung der 1. Klassen

In einer gemeinsamen Konferenz mit den Lehrkräften, die eine 1. Klasse übernehmen, dem Personalrat, der Sonderschullehrerin, den Lehrkräften für Verhaltenspädagogik und DaZ werden nach Zusammenstellung aller Daten die Kinder den Klassen zugeteilt.

  • Anzahl der Migrantenkinder mit Sprachproblemen
  • Anzahl der Kinder mit Verhaltensproblemen
  • Anzahl der Kinder mit Leistungsdefiziten
  • Anzahl der Kinder mit Sprachauffälligkeiten
  • Anzahl der Kinder mit vermuteter Hochbegabung
  • Anzahl der Kinder mit gesundheitlichen Problemen
  • Anzahl der Kinder mit schwierigem familiären Hintergrund
  • Elternwunsch

Nachrangig werden berücksichtigt:

Religionszugehörigkeit, möglichst ausgewogene Geschlechtervertretung, Wohnort, Hortkinder

d) Sonderpädagogischer Förderbedarf

Sollte ein sonderpädagogischer Förderbedarf vorliegen, wird am Ende der Eingangsphase ein sonderpädagogisches Gutachten vom Förderzentrum erstellt.

Diese Kinder bleiben in ihren Klassenverbänden und erhalten sonderpädagogische Förderung durch Förderschullehrkräfte.

e) Zurückstellungen

In den letzten 5 Jahren wurde nur ein Kind zurückgestellt (starke Entwicklungsverzögerung als 6-Monats-Kind, das sehr oft krank war).

Zusammenfassend wird festgestellt, dass sich das Einschulungsverfahren als hilfreich sowohl für die Kinder als auch für die Lehrkräfte erwiesen hat.

Zum Ende des jetzigen Schuljahres sollen erstmals alle Erzieher/innen, mit denen ein vorbereitendes Gespräch geführt wurde, zum gegenseitigen Erfahrungsaustausch eingeladen werden.

- Unterrichtsgestaltung

Jede Klasse erhält 20 Stunden á 50 Minuten.

In diesem Schuljahr wurden die Unterrichts- bzw. Betreuungsstunden durch Erzieher/innen im Rahmen der Offenen Ganztagsschule neu verteilt.

Da die Lehrkräfte immer wieder beklagen, dass durch z.B. fehlendes Arbeitsmaterial, fehlende Grundversorgung usw. viel Zeit der Lernvermittlung verloren gehe, wurde in der Schulkonferenz beschlossen, die Betreuungsstunden in den Vormittagsbereich einzubeziehen.

So erhält jede Klasse 2 Betreuungsstunden in der Woche. Diese werden für unterschiedliche Aufgaben genutzt (Grundversorgung, Projekte, freies Spiel usw.).

Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass Lehrkräfte verstärkt Förderstunden, Arbeitsgemeinschaften und Lernhilfe bei Hausaufgaben anbieten können.

Fast alle Schüler/innen nutzen das Angebot der Ganztagsschule. Ein zentrales Problem liegt nach wie vor in der Erledigung der Hausaufgaben. Hier wird in der Zukunft ein Schwerpunkt in der Gestaltung des Unterrichtsangebotes liegen.

Zur Zeit werden laut Planung durchschnittlich 5-8 Stunden Doppelbesetzung  aus dem Grund- und Sonderschulbereich angeboten, um den Schülern/innen binnendifferenzierend zu helfen.

Die Doppelbesetzung im Unterricht wird auch von den der Schule zur Verfügung stehenden Erziehern mit übernommen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die nun schon Jahre andauernde Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften und Erziehern völlig unproblematisch ist und beide Seiten durch Einblicke in die Arbeit des Anderen profitieren.

In der Eingangsphase erhalten die Lehrkräfte von der Schulleiterin einen „Pool" an Stunden, den sie - natürlich unter Berücksichtigung der Erlasslage - eigenverantwortlich nutzen können.

Zur Förderrung von Begabungen  wird jahrgangsübergreifender Unterricht dreimal jährlich über 2 Tage  in Projekten erteilt.

Ein  Evaluationspunkt im laufenden Schuljahr ist eine Konzeption einer  Lerngruppe für Kinder, die bei Schuleintritt noch nicht schulreif sind.

Außerdem sollen Kompetenzraster für alle Schuljahre in den Fächern HSU und Mathematik erstellt werden, nach denen verbindlich unterrichtet wird.

- Fördermaßnahmen

-       Kinder- und Jugendhilfemaßnahme Halliggruppe - offen für alle

        Grundschulen Neumünsters

-       DaZ

-       Eingangsphase

-       Integration (3 Integrationsklassen)

-       Sprachheilunterricht

-        Wahrnehmungs- und Konzentrationsföderung

-        Offene Ganztagsschule

- Zusammenfassung

Nie zuvor war es u.E. so wichtig, alle an Schule beteiligten Dienste zusammenzufassen:

ASD                               Allgemeiner Sozialer Dienst der Stadt Neumünster

Verein der Freunde         Verein der Freunde der Johann-Hinrich-Fehrs-Schule (Arbeitgeber für die Halliggruppe und Angestellte der Offenen Ganztagsschule)

Ehrenamtlich Tätige:       Sportvereine, ehemalige Lehrkräfte, 1,-€-Kräfte

Kooperation:                   Elly-Heuss-Knapp-Schule (liefert Essen für die OGS)

                                     Förderzentrum Wichernschule

                                     Holstenschule Neumünster (Hausaufgabenbetreuung durch Gymnasiasten)

Gesundheitsbereich:        Kinderärzte, Kinderpsychologen, FEK, Schulpsychologischer Dienst, Kinderschutzbund  

3.2.2 Doppelbesetzung

Seit drei Jahren unterrichten in der 1. und 2. Klassenstufe möglichst einmal täglich zwei Lehrkräfte in der Klasse. Im dritten Schuljahr läuft die Doppelbesetzung mit zwei Wochenstunden aus. Diese Art der Zusammenarbeit kommt - gerade wegen der gezielten Art der Binnendifferenzierung - den Schülerinnen und Schülern zugute, erleichtert den Lehrkräften das Unterrichten und bietet bei der Beurteilung der Kinder ein wesentlich höheres Maß an Objektivität.

3.3 Förderung

Für den Förderunterricht stellt die Schule 20% zur Verfügung, davon allein  38 Stunden für DaZ.

4.3.1 Kinder nicht deutscher Muttersprache

Kinder nichtdeutscher Muttersprache gibt es seit Jahrzehnten an der Johann-Hinrich-Fehrs-Schule. Und ebenso lange bemüht sich die Schule, diesen Kindern, entsprechend ihrem Bildungsauftrag, gerecht zu werden. Anfangs wurden die Schülerinnen und Schüler in einer Art Vorschulklasse auf den Unterricht vorbereitet, indem ihnen erste Grundkenntnisse der deutschen Sprache sowie des Lesens, Schreibens und Rechnens vermittelt wurden. Mit diesem Vorwissen konnten die Schülerinnen und Schüler dann dem Unterricht der Regelklasse folgen und im Verlauf der Grundschuljahre beständig ihre Deutschkenntnisse erweitern.

Seit 1995 gibt es diese „Vorklasse" nicht mehr. Alle Schülerinnen und Schüler nichtdeutscher Muttersprache wurden in eine Regelklasse eingeschult. In den Fächern Deutsch und Mathematik (nur Klassenstufe 1) wurden dann die Kinder mit sehr geringen Deutschkenntnissen aus dem Regelunterricht herausgezogen und parallel zum jeweiligen Fach in Kleingruppen unterrichtet. Kinder, deren Deutschkenntnisse etwas umfangreicher waren, wurden durch Förderstunden innerhalb des Klassenverbandes gestützt.

Im Rahmen der erweiterten Eingangsstufe wurde dieses Konzept abgeschafft, weil es u.a. dem Integrationsgedanken der Schule widersprach. Seitdem werden Schülerinnen und Schüler nichtdeutscher Muttersprache im Klassenverband unterrichtet. Die Einführung der Doppelbesetzung in den Klassenstufen 1 und 2 machte es möglich, Kinder im Klassenverband zu fördern, zu unterstützen und sie hier auch Deutschkenntnisse erwerben zu lassen. Zur Förderung von Kindern mit außerordentlich geringen Deutschkenntnissen, für sogenannte Seiteneinsteiger, d.h. für Schülerinnen und Schüler, die im Laufe eines Schuljahres an die Schule kommen und über keine ausreichenden Sprachkenntnisse verfügen, und für Kinder, die aufgrund ihrer persönlichen Art keinen Mut finden, sich innerhalb des Klassenverbandes zu äußern, gibt es weiterhin Förderstunden, die bei Bedarf abgefordert werden können: jahrgangsübergreifend, klassenübergreifend, kursartig oder als Einzelunterricht. Diese Förderstunden liegen jedoch außerhalb der Kernunterrichtszeit der jeweiligen Klasse. Sie ermöglichen eine gezielte Förderung des einzelnen Schülers ohne dem Ziel der Integration zu widersprechen.

 

3.3.2 Integration

Seit dem Schuljahr 2007/8 ist die Fehrsschule eine Integrationsschule. Kinder aus umliegenden Grundschulen, die sonst in Einzelintegrationen unterrichtet werden müssten werden an der Fehrsschulem gebündelt.

- Zielsetzung

Ziel ist es, alle Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Schwerpunkt „Lernen" sozial zu integrieren und jedes Kind nach seinen individuellen Voraussetzungen zu fördern und zu fordern.

- Allgemeine Beschreibung der Maßnahme

Geleitet von der Erkenntnis, dass jedes Kind Interesse am Lernen mitbringt,  werden die Kinder ausgehend von ihren Stärken und Schwächen im Schulalltag begleitet und in ihren Fähigkeiten bzw. ihrer Einzigartigkeit gestützt und gefördert. Die Förderung geschieht durch Sonderschullehrkräfte. Diese orientieren sich zunächst eingehend an den jeweils vorliegenden individuellen sonderpädagogischen Gutachten, aus dem sich der jeweilige Förderschwerpunkt ergibt. Die Kinder werden sowohl innerhalb der Großgruppe (Binnendifferenzierung durch Doppelbesetzung ) als auch innerhalb der Kleingruppe (lernzieldifferent) ihrem  einzelnen Leistungsvermögen nach gefördert und gefordert. Anhand individuell angelegter Förderpläne zum Ende des ersten Schulhalbjahres, die als verbindlicher „Vertrag" zwischen Elternhaus, Schüler und Schule angesehen werden können, wird die Förderung noch optimiert.  Alle Beteiligten betätigen sich aktiv am Förderprogramm, um „Optimales" zu erreichen. Einen besonderen Schwerpunkt stellt neben dem eigenverantwortlichen Lernen die Förderung des sozialen Lernens dar.

- Unterrichtsbedingungen

  • Den Vorgaben der Förderschule hinsichtlich des Einsatzes der Förderschullehrkräfte wird in vollem Umfang entsprochen; d.h. der Stundenplan der Grundschule wird entsprechend dieser Vorgabe gestaltet.
  • Den Hauptanteil der Integrationskinder stellen überwiegend ehemalige Schüler und Schülerinnen der JHF-Schule dar. Zugänge aus anderen Schulen lassen jedoch die Integrationsgruppen der jeweiligen Jahrgangsstufe stetig anwachsen.
  • Es kooperieren neben Nachbarschulen und Förderzentren weitere Dienste (z.B. ASD; ...), sofern sie in der Familie mitwirken.
  • Die Sonderpädagogen begleiten die Kinder in den Fächern Deutsch , Mathematik  und Englisch als Doppelbesetzung im Unterricht oder fördern sie ab dem Schuljahr 06/07 auch in HSU in einer Kleingruppe, um die noch fehlenden Lerngrundlagen zu legen.
  • Es stehen Räumlichkeiten zur Verfügung, um mit einer Kleingruppe zu arbeiten.
  • Die Lehrkräfte sprechen regelmäßig den Unterricht, den Leistungsstand der Schüler und die nötigen Fördermaßnahmen ab. Diese Planungsmaßnahmen und die Reflexion ihrer Wirksamkeit werden eng besprochen bzw. abgestimmt.
  • Die Kinder erfahren neben lehrergeleitetem Unterricht eine offene Lernform mit dem Angebot verschiedener Arbeitsmaterialien, so dass sie sich in eigenverantwortlichem Lernen üben können. Systematisches Lernen ist auf individuellen Lernwegen möglich. Von den Förderlehrkräften sind für jedes Kind Arbeitsordner in den Fächern Deutsch und Mathematik angelegt, auf die die Kinder jederzeit zurückgreifen können, sobald sie dem, von den Grundschullehrkräften aufbereiteten Lernstoff nicht mehr gewachsen sind. Die hier gestellten Aufgaben dienen der Schulung der verschiedenen Wahrnehmungsbereiche (auditiv, visuell, ..., Lesefertigkeit, Aufgabenverständnis, rechnerisches Denken, ...) und beinhalten eine gezielte Themenauswahl aus dem Deutsch- und Mathematikunterricht. Die Kinder haben die Möglichkeit, sich selbstständig und differenziert für ein Arbeitsgebiet zu entscheiden.
  • Ein besonderes Augenmerk liegt auf der intensiven Elternarbeit. Die Kinder werden nach Möglichkeit zu Hause besucht, um so einen intensiveren Kontakt herzustellen. Die Eltern werden zu Beginn eines neuen Schuljahres in die Schule eingeladen und über die neuen Lerninhalte informiert.

    Zum Ende des ersten Schulhalbjahres findet ein weiteres Treffen statt, um die individuell erstellten  Förderpläne zu besprechen. Darüber hinaus werden die Eltern eingeladen, ihre Kinder während der Unterrichtszeit zu besuchen und z. B. kleinen Darbietungen beizuwohnen. 
  • Sowohl die Leitung der Grundschule als auch die des Förderzentrums stehen jederzeit für Gespräche und Beratung zur Verfügung und unterstützen die Zielstellung: „Nicht für alle das Gleiche, sondern für jeden das Beste".
  • Bei einem Schulartwechsel, z.B. auf eine Hauptschule oder zu einem Förderzentrum findet für jedes Kind ein Kooperationsgespräch statt, bei dem die Schulleitungen beider Schulen anwesend sind.
  • Es wird rechtzeitig mit der benachbarten Schule, in die das Kind wechseln soll, Kontakt aufgenommen. Vor dem Wechsel findet ein Schulbesuch in der neuen Schule statt. Nach dem Wechsel bleiben die Förderschullehrer noch über einen längeren Zeitraum mit der Nachbetreuung betraut. Sie besuchen ihre ehemaligen Schüler in den einzelnen Klassen und halten mit dem/der jeweiligen Klassenlehrer/in längerfristigen Kontakt.
  • Es werden bei Bedarf alle außerschulischen Partner, wie ASD, Psychologen, Ärzte, etc. die unmittelbar mit den Kindern zu tun haben, in die integrative Arbeit einbezogen. Es wird in Kooperation zusammengearbeitet. 

    - Evaluation

  • Es hat sich als sinnvoll erwiesen, individuelle Förderpläne für jedes Kind anzulegen, um eine intensive individuelle Förderung zu ermöglichen. Während die Schule die in den Förderplänen vereinbarten Maßnahmen verfolgt, finden sie im Elternhaus nur wenig bis kaum Beachtung. Vereinzelt finden sich Bemühungen wieder, die aber nicht konsequent genug durchgehalten werden. Zukünftig sollten die Förderpläne kürzer gefasst und mit noch kleineren Zielsetzungen für das Elternhaus angelegt sein.
  • Die Integrationskinder erfahren anfänglich überwiegend Unterricht in der Kleingruppe, da sich gezeigt hat, dass noch zu viele Grundlagen fehlen, um lernzieldifferent in der Großgruppe unterrichtet zu werden.

    Um die Kinder sozial zu integrieren, müssen sie vor allen Dingen zunächst in ihrer Persönlichkeit gestärkt werden und lernen, sich selbst in ihrer Einzigartigkeit mit allen Stärken und Schwächen zu akzeptieren. Dies gelingt in der Kleingruppe deutlich besser. Haben die Kinder es akzeptiert, sich so anzunehmen wie sie sind, verhalten sie sich in der Großgruppe merklich sicherer und können gute Kontakte knüpfen und gute Lernchancen nutzen.. Sie sind in der Lage, sich vereinfachten oder veränderten Unterrichtsinhalten zuzuwenden, ohne sich minderwertig zu fühlen.
  • Es wird immer deutlicher, wie wichtig es ist, die Kinder, die eine sonderpädagogische Förderung im Bereich des Lernens benötigen, täglich in den Hauptfächern Deutsch und Mathematik durch Sonderpädagogen zu begleiten. Da die meisten Kinder nur über ein geringes Umweltwissen verfügen und sprachlich unerfahren sind, sollte dies auch im Fach HSU realisiert werden.

- Schlussfolgerung:

Um einen kontinuierlichen Optimierungsprozess von Integration zu erreichen

a)    ist eine ausreichende Stundenzuweisung durch Bündelung der I-Kinder für Doppelbesetzung wesentliche Voraussetzung dafür, dass die integrative Beschulung tatsächlich zur Entwicklungsförderung der Kinder im sozialen, emotionalen und schulischen Bereich beiträgt.

b)   ist es notwendig, dass die betroffenen Schulen nach einem Schulartwechsel in Verbindung bleiben, um sich vergewissern zu können, welche Stärken mit der eigenen Integrationsarbeit bei den Kindern erzielt worden sind und um Impulse für die zukünftigen integrativen Beschulungsmaßnahmen zu erhalten.

- Stand zu Beginn des Schuljahres 2010/11

Von den I-Kindern der 4. Klassen wechselten 3 Mädchen zu einer Regionalschule sowie 6 Jungen zu einer Gemeinschaftsschule.

Zur Zeit sind 3 Klassen Integrationsklassen mit insgesamt 7 Kindern. In der einen befinden sich 2 Mädchen und 1 Junge, in der anderen 3 Jungen und ein Mädchen. In Klasse 4 sind 7 Integrationskinder zusammengefasst : 4 Jungen und 3 Mädchen

4.3.3 Lese-Rechtschreibschwäche (LRS)

In fast jeder Klasse gibt es einige Kinder, die große Schwierigkeiten beim Erlernen des Schreibens und / oder Lesens haben. Solche Kinder müssen zusätzlich gefördert werden.

Um die Problematik schnell und früh zu erkennen, werden bereits Ende des ersten bzw. zu Beginn des zweiten Schuljahres die Schülerinnen und Schüler mit Hilfe des sog. Stolpertestes ermittelt. Ähnliche Tests werden auch im dritten und vierten Schuljahr durchgeführt, damit zu unterschiedlichen Zeitpunkten Auffälligkeiten festgestellt werden können.

Fällt eine Schülerin oder ein Schüler in diesen Tests auf, nimmt er am LRS-Unterricht teil, der jeweils einmal wöchentlich für Klasse zwei, drei und vier stattfindet. In diesem Unterricht sollen die Praktiken erlernen und festigen, die ihnen das Lesen und Schreiben erleichtern. An den Förderstunden sollten nicht mehr als sechs bis zehn Schülerinnen und Schüler teilnehmen. Wegen des großen Bedarfs sind die LRS-Stunden voll besetzt.

Eine endgültige Feststellung, ob bei einem Kind eine Lese-Rechtschreibschwäche vorliegt, findet am Ende des ersten Halbjahres der vierten Klasse statt.

 

4.3.4 Fachliche Förderung

Für Kinder, die große Lücken in den Fächern Deutsch, Heimat- und Sachunterricht und Mathematik aufweisen, werden additive Förderstunden angeboten, die vom Klassen- oder/und Fachlehrer 1-2mal wöchentlich erteilt werden.

Mit dem Einverständnis der Eltern wird ein kurzer schulinterner Test durch eine Sonderschullehrerin durchgeführt, um die Ursachen für die Leistungsschwäche festzustellen. In der kleinen Gruppe kann individuell den einzelnen Kindern geholfen werden.

Die Schule bietet zusätzlich für Kinder nichtdeutscher Muttersprache Förderunterricht im  Fach Deutsch an (siehe auch DaZ).

 

4.3.5 Sprachförderung

- Ausgangslage:

Während bestehende Störungen in der Lautbildung durch vorangegangene  sprachheiltherapeutische Fördermaßnahmen in den Kindergärten zum Teil schon gut abgebaut sind, fallen die Kinder zunehmend mehr durch unzureichende Fähigkeiten im Sprachverständnis und Sprachgebrauch auf. Neben einem reduzierten aktiven Wortschatzumfang erweist sich auch der passive Wortschatz als nicht ausreichend. Den Kindern mangelt es merklich an der Fähigkeit, Sprache angemessen zu gebrauchen, zielgerichtete Anweisungen zu verstehen und diese entsprechend umzusetzen. Es fällt ihnen schwer, eigene Denkvorstellungen auszudrücken. Auch die soziale Schulfähigkeit wird durch den noch nicht altersgemäßen Stand der Sprachentwicklung beeinträchtigt. Eine weitere häufig zu beobachtende Schwierigkeit zeigt sich in der mangelnden Lautdifferenzierungs- und Durchgliederungsfähigkeit der Kinder. Ein Beobachtungsbogen dient der genaueren Feststellung der sprachlichen Voraussetzungen und dient als Grundlage für die spätere individuelle Förderung und sprachheilpädagogische Arbeit.

- Ziele der Förderung:

Da gerade gute sprachliche Fähigkeiten Grundvoraussetzung für eine gute Mitarbeit und  erfolgreiches Lernen sind, erfahren die Kinder durch eine Sonderschullehrkraft intensive sprachliche Förderung und werden bewusst an den Gebrauch von Sprache herangeführt. Die sprachheiltherapeutischen Maßnahmen sind im Rahmen von 2 - 3 Unterrichtsstunden fest in den Großgruppenunterricht integriert. Spielerisch und kindgemäße organisierte Lernprozesse tragen maßgeblich zum Aufbau und zur Entfaltung des kindlichen Sprachhandelns bei. Die Maßnahmen entsprechen dem Ganzheitsprinzip und

  • sind erlebnis- und erfahrenbezogen
  • werden in Rahmenhandlungen eingebettet
  • sind auf die Förderung der Wahrnehmungsleistungen ausgerichtet (auditiv, visuell, taktil, ...)
  • beinhalten rhythmisch-musikalische Elemente
  • fördern die Dialogfähigkeit
  • beziehen die Motorik mit ein (Grob- und Feinmotorik, Reaktionsvermögen, Auge-Handkoordination, ...)

Durch diese Vielseitigkeit werden umfangreiche  präventive Maßnahmen umgesetzt, die Kinder individuell in ihrer geistigen, sprachlichen und sozialen Schulfähigkeit vorantreiben und stärken.

- Erweiterung der Maßnahmen:

Bei bestehenden Restproblemen in der Lautbildung oder umfangreicheren Ausfällen in der Grammatik erfahren die Kinder zusätzlich Sprachtherapie in einer Kleingruppe. Die Eltern werden in regelmäßigen Abständen in die Schule gebeten, um mit ihnen über die sprachlichen Fortschritte ihres Kindes zu sprechen und sie bzgl. häuslicher Mitarbeit anzuleiten und zu beraten.

Sind die Defizite in der Sprache, Wahrnehmung und/oder Motorik so gravierend, dass die schulischen Fördermaßnahmen nicht ausreichen, wird der zuständige Kinderarzt um Unterstützung und um das Einleiten entsprechender Fördermaßnahmen, wie z.B.  Ergotherapie und/oder Logopädie, gebeten.

Grundsätzlich werden die Eltern aufgefordert, ihr Kind in auffälligen Entwicklungsbereichen (z.B. auditiver Differenzierungsschwäche) fachärztlich untersuchen zu lassen, um organische Beeinträchtigungen auszuschließen.

 

4.3.6 Sportunterricht durch Ehrenamtliche

60% aller schulpflichtigen Kinder haben Haltungsschwächen oder Haltungsfehler. Jeder dritte Jugendliche hat ein Übergewicht von 10% und jeder vierte eine Kreislaufschwäche.

Dieser Sportunterricht ist ein zusätzliches Angebot unserer Schule, um Haltungsschäden, sportmotorische und psychomotorische Defizite bei besonders betroffenen Kindern auszugleichen. Er wendet sich ebenso an wenig motivierte, Bewegungs gehemmte oder ängstliche sowie an antriebsarme, verhaltensauffällige, nervöse und besonders unkonzentrierte Kinder.

An unserer  Schule findet dieser Unterricht in Kleingruppen für alle Klassenstufen statt. Die Hauptunterrichtsinhalte sind Ausdauer- und Intervalltraining, Dehnung und Beweglichkeit, Kräftigung der Ganzkörperkultur, Haltungsaufbau. In Spielerischer Form leiten Fachkräfte die Kinder an, im Rahmen des „Mädchenturnens", einer „Fußballtrainings-, einer Leichtathletikförderung u.a. die Schüler/innen zur Bewegung zu motivieren.

Die Sportstunden finanziert der Landessportverband in Kooperation mit der Schule.

 

 

4.4 Arbeitsgemeinschaften

Die Johann-Hinrich-Fehrs-Schule bietet mit einer Fülle von Arbeitsgemeinschaften jeder Schülerin und jedem Schüler die Möglichkeit, sich individuell sich seiner Fähigkeiten und Bedürfnisse zu entfalten. Die Themenbereiche der AGs sind äußerst vielfältig und sprechen sehr unterschiedliche Schülergruppen an.

Nach einer dreiwöchigen „Probzeit" zu Beginn des Schuljahres müssen die Schülerinnen und Schüler sich endgültig für die Arbeitsgemeinschaft entscheiden und dann auch regelmäßig an ihr teilnehmen.

 

4.4.1 Musik

Gerade im Einzugsbereich unserer Schule wohnen viele Kinder, denen von Haus aus kaum das eigene Musizieren nahegebracht wird. Aus diesem Grund bieten wir wöchentlich 1 Chor-, 1 Orff- und 1 Flötenstunde  (Anfänger - Fortgeschrittene)  sowie einem Kurs im Cajonspiel an. Es nehmen durchschnittlich (jährlich) 60 Kinder daran teil.

Nur wenn das Erlernte in jährlichen Auftritten vorgeführt wird, ist das Üben für Kinder interessant und wird als notwendig erachtet. So bieten wir das Geübte dar bei Einschulungsfeiern, Entedankgottesdiensten, Weihnachtskonzerten und Musikabenden. Oft arbeiten wir mit anderen Arbeitsgemeinschaften zusammen: z.B. „Theaterspiel",  „Werken", „Textiles Werken".

Höhepunkte sind u.a. Singspiele wie „Till Eulenspiegel", „Max und Moritz", „Tao, der kleine Rabe" Musicals usw. Außerdem führen wir gelegentlich in Altersheimen, Firmen und auf Schulmusiktagen auf.

 

4.4.2 Theater

Seit Jahren wird eine Theater AG angeboten. Es hat sich gezeigt, dass bei einer regelmäßigen Teilnahme der Schülerinnen und Schüler auch anspruchsvollere Musicals wie z.B. „Die Kinder von Girouan" bei Schultheaterfestivals in der Stadthalle Neumünster zur Aufführung kommen können.

Die Schülerinnen und Schüler treffen sich einmal wöchentlich zur Probe und führen ihr Theater-Singspiel ungefähr einmal jährlich auf.

 

4.4.3 Textiles Werken

An der Arbeitsgemeinschaft „Textiles Werken" nehmen Mädchen und Jungen des

3. und 4. Schuljahres teil. Der Unterricht findet einmal wöchentlich für eine Stunde statt.

In dieser AG lernen die Kinder verschiedene Techniken im Umgang mit Textilien kennen wie das Sticken, Nähen, Häkeln, Weben und Applizieren. Die Kinder stellen in dem Unterricht z.B. kleine Stofftiere, Stickbilder, gehäkelte Figuren, Webbilder oder Applikationen her. Eigene Ideen der Kinder sind herzlich willkommen und können in die Tat umgesetzt werden.

 

4.4.4 Textverarbeitung am Computer

Seit 1998 verfügt die Johann-Hinrich-Fehrs-Schule über einen Computerraum mit 16 leistungsstarken Computern (vergl. 4.4.). Die Anschaffung eines Textverarbeitungsprogramms bietet jetzt zahlreiche Möglichkeiten, Schülern erste Grundlagen im Erstellen von Texten zu vermitteln.

Die AG „Textverarbeitung am Computer" richtet sich überwiegend an Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Klassen, um ihnen Grundkenntnisse von Arbeitsweisen, die sie auch an den weiterführenden Schulen gut anwenden können, zu vermitteln.  

In der AG lernen die Schülerinnen und Schüler bei der Erstellung einer Schülerzeitung das Formatieren von Texten, das Abspeichern und Ordnen von Dateien, den Umgang mit Clip-Art, Word-Art und dem Zeichenprogramm sowie das Erstellen von Tabellen.

Die Computer im Computerraum verfügen über einen Internetzugang. Somit können die Schülerinnen und Schüler auch erste Erfahrungen mit dem Internet machen. Es wird ihnen vermittelt, wie man Informationen im Internet findet und wie man diese nutzen kann und darf. Dieses gilt auch für alle Schulklassen. Ab Herbst 2008 wird die Schule insgesamt vernetzt, so dass jeder Klassenraum Internetzugang hat.

4.4.5 Taekwondo

Seit 1996 bietet die Johann-Hinrich-Fehrs-Schule eine Taekwondo AG an. Die Sport-AG erfreut sich bei den agilen Fehrs-Schülern außerordentlich großer Beliebtheit.

In altersgemischten Gruppen von bis zu 50 Schülerinnen und Schüler werden den Kindern neben der sportlichen Betätigung auch Selbstdisziplin im Denken und Verhalten vermittelt. Taekwondo ist eine Sportart, die alle Muskelgruppen anspricht, die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit fördert und die Höflichkeit und Fairness vermittelt.

Die Vorführungen der Taekwondo-AG sind ein beliebter Programmpunkt auf den Schulfesten.

Die Taekwondo AG ist außerdem eingebunden in das Projekt „Schule und Verein", das bedeutet, dass die Kinder der Taekwondo AG zusätzlich kostenlos am Training des Post-SV Neumünster teilnehmen können. Andere Sport AG's wurden auf Seite 14 beschrieben.

 

4.4.6 Tanz

Seit rund zwölf Jahren besteht an der Johann-Hinrich-Fehrs-Schule die Arbeitsgemeinschaft „Volkstanz", ein Angebot an bewegungsfreudige Kinder, das gern aufgenommen wird.

Wir haben seit 3 Jahren diese Arbeitsgemeinschaft allen Kindern der Schule angeboten, da eine Kollegin eine Fachausbildung in Ballett erwarb. 

Ziel der Arbeitsgemeinschaft ist es, einen Ausgleich zu den Lernfächern zu schaffen, Freude am Tanzen zu wecken und ein wenig dazu beizutragen, dass neben altem Kulturgut „Volkstanz" moderner Tanz gelehrt wird.

Einmal im Jahr führen die Kinder ihren Eltern und Mitschülern am „Musikabend" vor, das sie eingeübt haben. Aber auch bei der jährlichen Einschulungsfeier und anderen besonders Anlässen wie z.B. in Musicals wirkt die Tanzgruppe mit.

 

4.4.7 Kunst

Die entstandenen „Kunstwerke" werden regelmäßig im Schulgebäude ausgestellt.

Kochkurs: 2 Stunden/Woche stehen im Rahmen der Ganztagsschule für einen Kochkurs zur Verfügung. In der Regel nehmen Kinder der 2. bis 4. Klassen daran teil. Die Vermittlung der Zubereitung von kindgerechtem gesunden Essen, Tischmanieren etc. soll gerade in der heutigen Zeit mehr in den Focus gerückt werden.

 

4.5 ITG-Unterricht

Schule hat die Aufgabe, Schülerinnen und Schüler auf die Anforderungen des Lebens vorzubereiten, und sie befähigen, sich in einer ständig sich wandelnden Welt zurechtzufinden.

Der Computer hat im letzten Jahrzehnt praktisch alle Bereiche des Lebens erreicht. Um ihrem Erziehungsauftrag gerecht zu werden, muss Schule Schülerinnen und Schüler im Umgang mit dem Computer schulen, auch schon im Grundschulbereich.

Die Johann-Hinrich-Fehrs-Schule hat schon vor 7 Jahren damit begonnen, jeden Klassenraum mit Computern auszustatten um Schülern die Möglichkeit zu geben, erste Erfahrungen im Umgang damit zu sammeln. Ab dem Schuljahr 2010/11 steht in jedem Klassenraum ein Computer mit Internetzugang.

Diese Geräte sind ausgestattet mit kindgerechter und altersgemäßer Lernsoftware. Das Kollegium hat sich durch private oder IQSH-geförderte Initiative fortgebildet und setzt diese Computer auf vielfältige Weise im Unterricht ein: zur Binnendifferenzierung, im Rahmen von Stationslernen, in Förderstunden, in Freiarbeitszeiten.

Unsere Schule verfügt über einen Medienraum mit 16 Computern. In diesem Computerraum ist es bei entsprechender Organisationsform möglich, kleine Kassen zur gleichen Zeit am Computer arbeiten zu lassen. Dabei wird je nach Unterrichtsfach eine passende Lernsoftware in Deutsch, Mathematik, Englisch und HSU eingesetzt. Durch eine unerwartete Spende ist es gelungen, unseren Medienraum mit einer größeren Anzahl leistungsfähiger Computer aufzurüsten und zu vernetzen und die daraus resultierenden Möglichkeiten sinnvoll in den Unterricht einfließen zu lassen.

4.6 Pausenangebote

Durch den Ausbau zur Ganztagsschule wurde der Schulhof neu gestaltet. Er bietet viele Spielmöglichkeiten, wie z.B. ein geräumiges Fußballfeld mit zwei großen Toren, ein Schiffswrack, eine Vogelnestschaukel, Recktstangen, einen Balancierbalken eine Tischtennisplatte, eine große Sandkiste, eine Tribüne für Feiern oder Unterricht im Freien, Spielfelder, Fahnenstangen für jede Klasse und viele Sitzgelegenheiten wie Tische und Bänke.

Auf dem Schulhof stehen große sog. „Spielekiste". In den Pausen dürfen alle Schüler sich die Spielmaterialen nehmen. Für jüngere Schüler gibt es Schaufeln und Eimer für die Sandecke auf dem Schulhof, für ältere Schüler gibt es Seile, Bewegungsspiele, Ballspiele.

Auf  dem Sportplatz dürfen die Kinder lesen, spielen und sich unterhalten.

Die Schulbücherei öffnet an drei Tagen in der Woche.

Kinder, die sich nicht an Regeln halten können, müssen die Pause in einem Raum, der "Insel" genannt wid verbringen. Die Aufsicht führen Erzieher und Lehrer im Wechsel.

 

4.7 Gemeinschaftsleben

4.7.1 Feste feiern

Faschingsfest

Jedes Jahr am Rosenmontag findet ein Faschingsfest für alle Klassen statt. Die Schülerinnen und Schüler feiern zusammen mit ihrer Klassenlehrerin / ihrem Klassenlehrer im bunt geschmückten Klassenraum. Zum festen Programm gehören die Präsentation der Kostüme, lustige Spiele, Lieder und Tänze sowie ein gemeinsames Frühstück. Die älteren Kinder können eine „Disco" besuchen, für deren Musikprogramm sie selbst sorgen. Eine gemeinsame Polonaise durch die ganze Schule rundet den „närrischen" Vormittag ab.

Sommerfest

Zu einer festen Einrichtung an der Johann-Hinrich-Fehrs-Schule ist mittlerweile auch das „Sommerfest" geworden.

Der Schulhof und der angrenzende Sportplatz mit Rasenfläche bieten ausreichend Möglichkeiten für vielfältige Aktivitäten wie: Spiele, Tanz- und Sportvorführungen, Schminken, Kuchen- und Getränkebuffet, Grillstand o.ä.. In den Klassenräumen können türkische Spezialitäten gekostet oder Flohmarktartikel erworben werden.

Das Sommerfest wird von Schülern, Eltern und Freunden der Johann-Hinrich-Fehrs-Schule begeistert aufgenommen und hat sich zu einem gut besuchten Stadtteilfest entwickelt, in einem Stadtbezirk, der als problematisch gilt und in dem ansonsten keine Veranstaltungen dieser Art geboten werden.

Da unsere Kultur vom Christentum geprägt ist, ist es wichtig, den Kindern Ursprung und Traditionen der christlichen Feste, besonders Erntedank, Ostern und Weihnachten nahe zu bringen. Viele unserer Schülerinnen und Schüler kennen vom Elternhaus her kaum festliche Traditionen, daher muss die Schule diese Aufgabe wahrnehmen.

Advent

An jedem Montagmorgen im Advent trifft sich die gesamte Schulgemeinschaft zum Weihnachtslieder-Singen.

Weihnachten:

Der Weihnachtsgottesdienst ist fester Bestandteil des Schuljahres. Er wird am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien in Zusammenarbeit mit der Bugenhagen-Kirchengemeinde durchgeführt. In der Regel nehmen alle Kinder (auch die Kinder nicht-christlichen Glaubens) daran teil. Der Weihnachgsgottesdienst wird von einem Team aus Lehrkräften und Pastor/Pastorin vorbereitet. Die musikalische Gestaltung übernehmen die Musik-Arbeitsgemeinschaften (Flöten- und Orffgruppe, Chor), die Aufführung eines Weihnachtsstückes die Theater-AG.

Alle Eltern, Mitarbeiter/innen und Freunde der Schule werden eingeladen teilzunehmen. Es ist ein festlicher Abschluss des Kalenderjahres.

 

4.7.2 Aktive Pause

Mehrmals im Schuljahr finden an der Johann-Hinrich-Fehrs-Schule „Aktive Pausen" zur Förderung des Gemeinschaftslebens statt. Es handelt sich dabei um eine ca.

30-minütige große Pause, in der alle Schülerinnen und Schüler und Lehrer ein gemeinsames Pausenerlebnis haben, z.B. ein Flohmarkt auf dem Schulhof, Disco in der Turnhalle, Aerobic auf dem Schulhof oder ein gesundes Frühstücksbüfett.

 

 

4.7.3 Sportveranstaltungen

In der Johann-Hinrich-Fehrs-Schule finden in einem Schuljahr zwei verschiedene Arten von Bundesjugendspielen statt: Im Sommer führen wir die leichtathletischen Bundesjugendspiele, bestehend aus 50m Lauf, Weitsprung und Schlagballweitwurf, durch. Dazu kommt noch eine Pendelstaffel oder ein Fußballturnier für die einzelnen Jahrgänge. Diese Spiele finden nur für die Klassenstufen 2 bis 4 statt.

Die ersten Klassen haben eigene Spiele, die aus Slalomlaufen, Balancieren, Ballzielwerfen und Klettern bestehen.

Im Winterhalbjahr finden die Turn-Bundesjugendspiele mit Gerätedreikampf für die Klassenstufen 3 und 4 statt.

Die Übungen an den Geräten Reck, Boden und Kasten oder Bock werden lange im Sportunterricht geübt, bis die einzelnen individuellen Übungen gekonnt werden. Für bestimmte Punktzahlen gibt es dann Urkunden.

Im Sportunterricht werden beim Fußballspielen in den einzelnen Jahrgängen Talente herausgesucht, die zu einer Schulmannschaft geformt werden. Nach dem Turnier der Grundschulen um die Stadtmeisterschaft, das die Johann-Hinrich-Fehrs-Schule im Jahr 2000 und 2006 gewinnen konnte, nimmt unsere Schule auch an Hallenturnieren anderer Schulen teil, wie dem Turnier um den WIPI-Pokal in der KSV-Halle oder dem Grundschulturnier in der Grund- und Hauptschule Gadeland. Diese letzten Turniere werden zur Sichtung und zum Training der Schulmannschaft genutzt.

Im Schuljahr 2005/06 wurde die Fußballmannschaft der Fehrs-Schule Vize-Landesmeister von Schleswig-Holstein.

Im Schuljahr 2008/9 nahmen alle Klassen /wie bereits seit mehreren Jahren am S-H-Lauftag teil. Die Kinder konnten ihre Leistungen erfreulicherweise wiederum steigern.(Faktor1,9) 

Außerdem nutzen unsere Kinder städtische Sportveranstaltungen wie z.B. den Holstenköstenlauf, Leichtathletikwettbewerbe und können das Sportabzeichen erlangen.

 

4.7.4 Besuch der Kindergärten

Der enge Kontakt zwischen der Schule und den Kindergärten des Einzugsbereiches besteht seit vielen Jahren.

Die Schulleiterin informiert auf Einladung der Kitas auf  Elternabenden über die schulische Arbeit. Außerdem finden Gespräche zwischen den Erziehern und der Schulleiterin statt, um mögliche Problematiken vor der Einschulung zu kennen und dem Kind den Start ins Schulleben zu erleichtern. Dieser Austausch findet jedoch nur mit der Einwilligung der Erziehungsberechtigten statt.

Im letzten Monat eines Schuljahres besuchen uns die Kindergartenkinder und schnuppern in einer Unterrichtsstunde die erste Schulatmosphäre.

 

4.7.5 Pädagogischer Arbeitskreis

Seit nunmehr 4 Jahren gehören 3-4 Lehrkräfte zum pädagogischen Arbeitskreis. Sie sorgen für die Umsetzung des Leitthemas 10 „Schule gestalten - miteinander feiern" (siehe Lehrplan Grundschule - S. 210 ff). Es enthält zwei pädagogische Anliegen: die Mitgestaltung des Schullebens durch die Schülerinnen und Schüler und das gemeinsame Feiern zu besonderen Zeiten im Jahreslauf der Schule.

 

5. Aussbildungskonzept der Johann-Hinrich-Fehrs-Schule (JHFS)

5.1. Allgemeines

An der JHFS können Lehrkräfte in Ausbildung (LiA) gemäß der Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Lehrkräfte (OVP) auf die zweite Staatsprüfung für die Laufbahn der Grund- und Hauptschullehrer/innen ausgebildet werden.
Die Ausbildung der LiA ist im Allgemeinen geregelt durch die OVP und die allgemeinen Ausbildungsstandards. Die dort beschriebenen Bildungs- und Ausbildungsstandards stellen die Grundlage und den Bezugsrahmen für die LiA, die Ausbildungslehrkräfte und die Schulleitung dar.
Das vorliegende Ausbildungskonzept regelt in Ergänzung zur OVP die Ausbildung der LiA an der JHFS. Es bildet für die LiA sowie für die JHFS die verbindliche Grundlage der Ausbildung. Darüber hinaus gelten die Beschlüsse der Schulkonferenz und die Vereinbarungen im Schulprogramm als verbindliche Vorgabe.

Die JHFS steigt nach mehrjähriger Pause wieder in die Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern ein. Es stehen derzeit zwei Ausbildungslehrkräfte zur Verfügung.
Bei der Evaluation und Weiterentwicklung des Ausbildungskonzeptes ist die Mitarbeit der LiA ausdrücklich gewünscht.

 

5.2.     Rahmenbedingungen der Schule

Die JHFS ist eine verlässliche, offene Ganztagsschule in der Innenstadt Neumünsters.
Der Innenstadtbereich Neumünster wurde in einer Erhebung des Jugendamtes aus dem Jahre 1995 als ein sozialer Brennpunkt der Stadt ausgewiesen. Es ist der am dichtesten besiedelte Sozialraum, es leben hier die meisten Sozialhilfeempfänger und Wohngeldempfänger, und der Anteil ausländischer Bewohner beträgt 12%.

Die JHFS bietet ein vielfältiges pädagogisches Angebot, welches durch folgende Elemente gekennzeichnet ist:

  • feste Grundschulzeiten der Offenen Ganztagsschule von 7.30 Uhr – 14.30 Uhr inklusive Mittagstisch und Ferienbetreuung
  • intensive Zusammenarbeit mit den Eltern
  • enge Zusammenarbeit mit dem Amt für soziale Dienste
  • intensive Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der Hallig-Gruppe, (Einrichtung für schulische Erziehungshilfe mit sozialpädagogischer Betreuung an der JHFS)
  • enge Zusammenarbeit der Kollegen innerhalb einer Jahrgangsstufe
  • Integration von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in allen Klassenstufen
  • enge Zusammenarbeit der Grundschullehrer mit den Sonderschullehrern
  • 55 min Stunden mit zunehmender Ausrichtung auf interdisziplinäre, handlungsorientierte und binnendifferenzierende Unterrichtsmethoden
  • Arbeitsgemeinschaften wie Musik, Sport, Taekwondo, EDV, Theater und Tanz
  • Leihbücherei für Klassestufe 3, 4, Klassenraumbüchereien für Klassenstufe 1, 2
  • Fachraumangebot: Musikraum, PC-Raum, Werkraum, Küche in der Mensa
  • Attraktive Bewegungsangebote für eine aktive Pausengestaltung

Die pädagogische Arbeit an der JHFS ist durch vereinbarte Leitsätze charakterisiert, wie sie im Schulprogramm dargestellt und erläutert sind.

 

5.3.   Aufgaben der Schulleitung im Hinblick auf die Ausbildung

Die Schulleitung ist unmittelbarer Vorgesetzter der LiA; entsprechend gelten alle Vorgaben, die sich aus § 82 des Schleswig-Holsteinischen Schulgesetzes ergeben.

  • Die Aufgaben nach § 13 OVP (Dienstliche Beurteilung) und § 20 (Mitglied der Prüfungskommission) werden von der Schulleitung wahrgenommen.

  • Die Schulleitung regelt entsprechend ihrer Gesamtverantwortung für die pädagogische Arbeit an der Schule den unterrichtlichen Einsatz der LiA nach Absprache mit den Ausbildungslehrkräften, der Gleichstellungsbeauftragten und nach Anhörung des örtlichen Personalrates.
    Die Schulleitung gewährleistet, dass die Lehrkräfte in Ausbildung während der Ausbildung eigenverantwortlichen Unterricht oder Unterricht unter Anleitung in allen in der OVP vorgesehenen Klassenstufen durchführen können.
  • Der Schulleiter / Die Schulleiterin hospitiert in jedem Ausbildungssemester mindestens einmal in jedem Fach den Unterricht der Lehrkraft in Ausbildung. Dazu fertigt die Lehrkraft in Ausbildung jeweils einen ausführlichen Unterrichtsentwurf an, der gemäß den Vorgaben für die schriftliche Vorbereitung in den Informationen zum Vorbereitungsdienst, Broschüre 5, „Die Zweite Staatsprüfung“  in der Regel 3 Seiten (ohne Anhänge) umfasst.
    An diesem Unterrichtsbesuch nehmen die Ausbildungslehrkräfte teil.
    Im Rahmen der Netzwerkarbeit kann die LiA  andere Lehrkräfte in Ausbildung die Teilnahme zu diesem Unterrichtsbesuch einladen. Im Anschluss an diesen Unterrichtsbesuch kommt es zu einem ausführlichen Beratungsgespräch, an dem alle an dem Unterrichtsbesuch beteiligten Lehrkräfte teilnehmen.
    Auf Wunsch der Lehrkraft in Ausbildung kann ein Vertreter des ÖPR hinzugezogen werden.
  • Sollte bei den an der Ausbildung beteiligten Personen der Eindruck entstehen, dass die Ausbildung der LiA nicht erfolgreich verläuft, so wird von Seiten der Schulleitung ein gemeinsames Gespräch mit der LiA und den Ausbildungslehrkräften über die vorhandenen Beobachtungen und Bedenken geführt. Auf Wunsch der Lehrkraft in Ausbildung kann ein Vertreter des ÖPR hinzugezogen werden.
    Bei unüberbrückbar erscheinenden Schwierigkeiten zwischen der LiA und einer Ausbildungslehrkraft / den Ausbildungslehrkräften kann ein Wechsel der Ausbildungslehrkraft / der Ausbildungslehrkräfte in Erwägung gezogen werden.


5.4. Aufgaben der Ausbildungslehrkräfte

Die Ausbildungslehrkräfte unterstützen die LiA in allen schulrelevanten Fragen. Sie beraten die LiA in ihrer täglichen Bildungs- und Erziehungsarbeit, wobei der Blick stets auf die Ausbildungsstandards (OVP – Die zweite Staatsprüfung, IQSH Infobroschüre 5, S. 8 und 9) gerichtet wird.
Die Ausbildungslehrkräfte der JHFS haben bereits ein Zertifikat zur Ausbildung von Lehrkräften in Ausbildung erworben oder lassen sich parallel dazu ausbilden.

  • Die Ausbildungslehrkräfte bieten den LiA die Möglichkeit zur Hospitation in ihrem Unterricht (je Fach mind. einmal pro Woche). Hierbei erstellen die Ausbildungslehrkräfte bei Bedarf Stundenverlaufsprotokolle, wenn sie von den Lehrkräften in Ausbildung im Unterricht hospitiert werden.

  • Die Ausbildungslehrkräfte hospitieren regelmäßig im eigenverantwortlichen Unterricht der LiA. Diese Stunde ist fest im Stundenplan gesteckt.
  • Die Ausbildungslehrkräfte unterstützen die LiA bei der Unterrichtsplanung.
  • Unterrichtsbesuche und Hospitationsstunden werden grundsätzlich nachbesprochen. Hierfür sollte ebenfalls eine Stunde fest im Stundenplan gesteckt sein.
  • Die Ausbildungslehrkräfte geben den LiA  Gelegenheit zum Unterricht unter Anleitung (mind. 1 Unterrichtseinheit pro Semester).
  • Jede Ausbildungslehrkraft führt entsprechend der OVP gemeinsam mit ihrer Lehrkraft in Ausbildung Orientierungsgespräche, deren Termine im Portfolio festgehalten werden. Diese Orientierungsgespräche finden zu Beginn der Ausbildung, am Ende des ersten und zu Beginn des letzten Ausbildungssemesters statt.
  • Es wird angeregt, dass zu Beginn der Ausbildung pro Fach mindestens ein Modul von der Lehrkraft in Ausbildung und ihrer Ausbildungslehrkraft gemeinsam besucht wird.
  • Die Ausbildungslehrkräfte arbeiten an der Evaluation und Weiterentwicklung des Ausbildungskonzeptes mit.


5.5.    Kooperationen mit benachbarter Hauptschule

Im Bereich der Ausbildung arbeitet die JHFS mit der Pestalozzi Schule zusammen.
Mit der Kooperationsschule wurde einvernehmlich vereinbart, dass

  • die LiA in einem ihrer Hauptfächer Unterricht unter Anleitung an der Hauptschule erteilt und zwar in einem Umfang, der es möglich macht, die Klasse bis zur Hausarbeit intensiv kennen zu lernen und die Schüler entsprechend beurteilen zu können.

  • dass die LiA ausreichend und regelmäßig an der Kooperationsschule hospitieren kann und soll. Für die Zeiten der Hospitationen an der Kooperationsschule erhält die LiA einen zeitgleichen Ausgleich in Bezug auf die Hospitationen bzw. den Unterricht unter Anleitung an der Ausbildungsschule.
  • die Kooperationsschule der LiA eine Mentorin oder einen Mentor zu Seite stellt, die/der sie fachlich kompetent berät und im Hinblick auf das Leistungsniveau und die Konstellation der betreuten Klasse bei der Planung des Unterrichts und der Hausarbeit unterstützt. Grundsätzlich sollte die Betreuungsaufgabe von der entsprechenden Fachlehrkraft der Klasse übernommen werden, in deren Unterricht die LiA eingesetzt wird.
  • enge Absprachen zu allen wesentlichen Ausbildungsfragen zwischen der Ausbildungslehrkraft der Ausbildungsschule und der Kooperationsschule stattfinden. Die Ausbildungsschule stellt die Kommunikation mit der Kooperationsschule sicher.
  • dass die Schulleiterin/ der Schulleiter der Kooperationsschule im Rahmen der pädagogischen Gesamtverantwortung Unterrichtsbesuche bei der LiA durchführen kann. Unterrichtsbesuche und Hospitationen bei der LiA sollten rechtzeitig vorher angekündigt werden.
  • die Ausbildungslehrkräfte der Ausbildungsschulen die Möglichkeit erhalten sollen, im Unterricht der LiA an der Kooperationsschule zu hospitieren, insbesondere während der Planung und Durchführung der Unterrichtsstunden im Rahmen der benoteten Hausarbeit.
  • dass die Vereinbarungen des Ausbildungskonzeptes der Ausbildungsschule maßgeblich für die LiA sind.
  • dass, aus organisatorischen Gründen die LiA – anders als in der OVP vorgesehen - beide Examensprüfungsstunden an der Ausbildungsschule absolvieren soll (Antrag an das MBF SH, z.H. Frau Finger).

Eine vordringliche Aufgabe der bei der Evaluation und Weiterführung des Ausbildungskonzeptes im laufenden Ausbildungsturnus wird es sein, eine der OVP entsprechende Lösung für eine Kooperation mit einer Hauptschule für nachfolgende LiAs zu finden. Hierzu bleibt die angekündigte Überarbeitung der OVP im Jahr 2009 abzuwarten.

 

5.6.   Unterrichtlicher Einsatz der LiA

  • 10 Unterrichtsstunden eigenverantwortlicher Unterricht pro Woche in der Ausbildungsschule.

  • Pro Ausbildungsfach wird eine dieser eigenverantwortlichen Stunden von der jeweiligen Ausbildungslehrkraft besucht und anschließend in 1 Beratungsstunde ausgewertet.
  • Diese insgesamt vier Stunden sind jeweils fest im Stundenplan gesteckt.
  • Pro Fach je 1 Unterrichtsstunde Hospitation im Unterricht der Ausbildungslehrer pro Woche.
  • Pro Fach je 1 Unterrichtsstunde unter Anleitung der Ausbildungslehrer pro Woche (mindestens aber eine Unterrichtseinheit pro Fach und Semester).
  • Im Rahmen der Zusammenarbeit mit den Kooperationsschulen können die Hospitationen und die Anleitungsstunden auch jeweils nur in einer Schulform stattfinden.
  • Der Mittwoch wird für die LiA unterrichtsfrei gehalten, damit diese Ausbildungs-angebote des IQSH wahrnehmen können.

5.7.  Aufgaben der LiA

Die LiA sollen sich aktiv am Schulleben beteiligen und ihre Kompetenzen einbringen; entsprechend gestalten die LiA die Schul- und Unterrichtsentwicklung mit:

  • Die LiA fertigen Stundenverlaufsskizzen für die Hospitationsstunden an.

  • Um eine ausführliche Beratung zu ermöglichen, kann es sinnvoll sein, dass die Ausbildungslehrkraft die genannten Materialien einen Tag vor der geplanten Hospitation erhält.
  • Die LiA sollte die aufgaben des Klassenlehrers kennen lernen. Sie können auch im Team mit der Klassenleitung wahrgenommen werden:
    - Die LiA nimmt an Elternabenden und Elterngesprächen teil.
    - Die LiA sollte mindestens einmal an der Erstellung der Zeugnisse beteiligt sein.
  • Die LiA beteiligen sich an der Erstellung von fächerübergreifenden Stoffverteilungsplänen in den zugewiesenen Klassen.
  • Die LiA führen im Rahmen ihres Unterrichtskontingentes Pausenaufsichten.
  • Sie arbeiten aktiv in ihren Fachschaften mit und informieren die Mitglieder der jeweiligen Fachschaft nach Absprache mit der Fachschaftsleitung über ausgewählte Inhalte von Modulen und über die von ihnen erstellten Hausarbeiten im Rahmen von Fachkonferenzen.
  • Die LiA sind Mitglieder bzw. Zuhörer in allen Konferenzen der Schule.
  • Jede Lehrkraft in Ausbildung sollte während ihrer Ausbildung mindestens einen Schulausflug / Wandertag begleiten. Ebenfalls sollte ein Schulausflug / Wandertag in Absprache mit einem Klassenlehrer selbstständig geplant, durchgeführt und ausgewertet werden.

Grundsätzlich erwarten wir von den LiA:

  • Zuverlässigkeit und die Einhaltung von Absprachen

  • Selbstreflexion und kontinuierliche Arbeit an der Lehrerpersönlichkeit
  • Pädagogisch geprägter Umgang mit den Schülerinnen und Schülern entsprechend einer Vorbildfunktion
  • Lehrplangerechten und altersgemäßen Unterricht, der sich an den Bildungsstandards und dem Schulprogramm orientiert
  • Mitarbeit bei der Entwicklung eines LiA-Netzwerkes und in der Zusammenarbeit mit der Kooperationsschule
  • Aktive Einbindung in das Lehrerkollegium
  • Lernoffene Verhaltensweisen mit dem Vermögen, konstruktive Kritik anzunehmen und umzusetzen.

 

6. Vertretungskonzept

Zum Schuljahr 2008/09 hat die Fehrs-Schule das Konzept überarbeitet.So ist es möglich, dass für jede Unterrichtsstunde in der Woche bis zu 3 Kräfte als Vertretung einspringen können. Die setzen sich zusammen wie folgt: 

Eine festgelegte Unterrichtsstunde,

- die durch Lehrkräfte gegeben wird. Fällt keine Krankheitsvetretung an, gehen die Lehrer/innen als Doppelbesetzung in festgelegte Klassen oder erteilen Förderunterricht.

- die durch angestellte Erzieher/innen in der "Offenen Ganztagsschule" als Betreuungs- oder Projektstunde gegeben wird.

- in der die Doppelbesetzung in einer Klasse aufgelöst wird.

Dem Lehrplan entsprechendes Arbeitsmaterial liegt im Klassenraum an den Stationen oder an der Lerntheke aus. Die Arbeitsanweisungen für die Vertretungslehrkraft sind an der Innentür des Klassenraumes ausgehängt. 

Diese Form einer genau festgelegten Vertretung hat sich bis jetzt bewährt, da keine Klassen aufgeteilt werden müssen und dadurch viel mehr Ruhe in den Arbeitsalltag gekommen ist.

7. Elternschaft 

Die Schule legt großen Wert auf die Zusammenarbeit mit den Eltern. Neben den Informationen auf Klassenelternabenden, beim Schulelternbeirat und bei der Schulkonferenz finden häufig Absprachen mit dem Vorstand des Schulelternbeirats statt. 

Durch die Beteiligung an der Planung und Transparenz schulischer Entscheidungen ist es in den vergangenen Jahren zu einer äußerst harmonischen und effizienten Zusammenarbeit gekommen.

Die Eltern haben ebenso die Schulleitung freiwillig beraten, wenn es um fundiertes fachliches Wissen ( Kompetenz in unterschiedlichen Berufen) ging.

Durch dieses Engagement konnte die Ausführung etlicher Wünsche in den unterschiedlichsten Bereichen durchgesetzt werden. (z.B. handwerkliche Belange, Rechtsfragen, Informatik).

Durch die Mitgliedschaft im "Verein der Freunde der J-H-F-Schule e.V."sind die Eltern weit über das normale Maß hinaus an Zusammenarbeit mit der Schule tätig geworden.

Sie sind zusammen mit Ehemaligen im Vorstand vertreten und tragen als Arbeitgeber für 8 Beschäftigte in der Halliggruppe und der "Offenen Ganztagsschule-Schülernest" die Verantwortung. Ohne sie wäre das heute doch sehr vielfältige Schulprogramm, das ein kompetentes Management erfordert, nicht erfolgreich durchzuführen.

 

8. Öffentlichkeitsarbeit

Gerade wegen der sich wandelnden Pädagogik der Schul- und Sozialarbeit lag in den letzten Jahren ein wesentlicher Schwerpunkt auf der Öffentlichkeitsarbeit. Die positive Darstellung in den verschiedensten Schulbereichen trug dazu bei, dass sich das Schulbild in der Öffentlichkeit wesentlich verbesserte.

So nahmen verschiedene Arbeitsgemeinschaften an öffentlichen Veranstaltungen teil, z.B. am Musiktheatertag des Landes Schleswig-Holstein, im NDR 3 Fernsehen wurde ein Bericht über die Halliggruppe gesendet, in der Lokalpresse und den Kieler Nachrichten erschienen diverse Beiträge über Schulfeste, Sportveranstaltungen, Musikabende, usw..

 

8.1 Verein der Freunde der Johann-Hinrich-Fehrs-Schule e.V.

Im Dezember 1994 wurde der „Verein der Freunde der Johann-Hinrich-Fehrs-Schule" gegründet. Diesem Verein können oder besser sollten alle Eltern der Schülerinnen und Schüler beitreten, um so mit einem Jahresbeitrag die Schule finanziell zu unterstützen.

Das Geld wird vornehmlich für Anschaffungen ausgegeben, die vom Schulträger nicht bezahlt werden, wie z.B. Spielgeräte auf dem Schulhof, die Spielekisten in den Klassen, die Schülerbücherei etc..

Die Mitgliedschaft läuft automatisch aus, wenn das Kind die Schule verlässt.

Der Verein der Freunde der JHF-Schule ist Arbeitgeber für die Angestellten der "Kinder- und Jugendhilfsmaßnahme Halliggruppe" : Je eine volle Stelle als Sözialpädagoge, Erzieher, Psychologe und Hauswirtschafteri                                       und der offenen Ganztagsschule "Schülernest": 2 Erzieher, eine Hauswirtschafterin und eine päd. Hilfskraft

 

8.2 Sponsoren

Schule im Fortschritt zu halten, ein Schulprogramm voranzutreiben, zu evaluieren kostet nicht nur ein Menge Kraft, Ausdauer und Energie. Gleichzeitig braucht der Arbeitskreis Gelder, um Projekte zu einer festen Institution werden zu lassen.

„Aus der Not geboren" wurde die Halliggruppe.

Hier bedurfte es mehrerer Sponsoren, die den Mangel in den unterschiedlichsten Bereichen verringerten.

So unterstützten die Halliggruppe und damit auch die Schule z.B. der „Lions-Club", die „Zontas", der VfR Neumünster, „Allegro-Agentur", die „Old-Tabler" ,  Verein der Zahnärzte Neumünsters  zur Unterstützung von Kindern in Not e.v.", Verien der Musikschule des Kasper von Saldernhauses sowie einige Firmen in Neumünster.

Ihnen gilt unser besonderer Dank, denn ohne ihre Hilfe wäre unser Schulprogramm noch lange nicht so weit fortgeschritten.

 

9. HALLIG-GRUPPE 

Hier gehts zur Homepage der Hallig-Gruppe 

 

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10.   Evaluation

In den letzten 6 Schuljahren wurden drei pädagogische Schwerpunkte evaluiert:

-          Die Offene Ganztagsschule

-          Gestaltung der Eingangsphase

-          Gestaltung des DaZ-Unterrichtes

-          Die Kinder- und Jugendhilfemaßnahme Halliggruppe

-          Gestaltung der Eingangsphasee

Dabei wurden verschiedene Evaluationsformen angewendet:

-          Interne Evaluation mit Supvervision

-          Externe Evaluation durch „Kritische Freunde"

-          Externe Evaluation durch Schulentwicklungsberater

-          EVIT (Evaluation im Team)

Alle vier Evaluationsthemen sind insoweit abgeschlossen, als sie in das Schulprofil eingegliedert wurden. Weitere Erfahrungen werden gesammelt und kritisch weiter begleitet.

Als nächste Evaluationsmöglichkeit wurden folgende Vorschläge von den Kolleginnen und Kollegen gemacht:

-          Förderung von besonderen Begabungen

-          Hausaufgabenbetreuung

-          Arbeitsgemeinschaften

-         Festigung und Nachhaltigkeit von Erlerntem